Es gibt einen Moment in der Praxis, in dem der Geist still wird. Der Atem trägt dich. Der Körper ist angekommen. Und für einen Augenblick ist da etwas, das sich anfühlt wie… Heimkehr.
Die tantrische Philosophie nennt diesen Zustand Sat Chit Ananda – Sein, Bewusstsein, Glückseligkeit. Nicht als fernes Ziel, sondern als das, was du bereits bist. Unter allem Tun, Planen, Funktionieren. Unter Müdigkeit und Zweifeln. Immer schon da.
Sat – das reine Sein. Die Stille, die bleibt, wenn du nichts mehr sein musst.
Chit – das Gewahrsein. Das Licht, das alles erkennt, ohne zu urteilen.
Ananda – Glückseligkeit. Nicht das laute Glück, sondern der kreative, freudvolle Ausdruck, der entsteht, wenn du weißt, wer du wirklich bist.
Im Yoga üben wir nicht, eine andere Version von uns zu werden. Wir üben darin, die Schichten abzulegen, die uns vergessen ließen, wer wir wirklich sind.
Das Wissen um die eigene wahre Natur trennt uns nicht . Es verbindet. Mit den Menschen, die uns begegnen. Mit dem Wald, dem Regen, dem Leben, das uns umgibt. Wenn Ananda sich entfaltet, geschieht das nicht nur in uns, sondern durch uns als Ausdruck in die Welt hinein. Alles eins. Alles verbunden.
Namasté Melanie